Alle Fahrzeuge, die sich im öffentlichen Raum bewegen, egal ob mit Verbrennungsmotor oder elektrisch betrieben, in Privatbesitz oder geshared, autonom oder konventionell, ob öffentlicher Bus, E-Roller, Fahrrad oder Lieferfahrzeug, haben eine Gemeinsamkeit: Sie alle müssen kurz- oder langfristig den Randstreifen oder die „Bordsteinkante“ nutzen.

Vortrag mobilität querdenken 2019

Am 22. Oktober habe ich auf der Konferenz „mobilität querdenken“ in Nürnberg unter dem Titel „Platz da! Mobilität braucht Raum!“ einen Vortrag über Mobilität aus Perspektive der Stadtplanung gehalten. Ziel war es, die Interdependenzen zwischen dem Erfolg neuer Mobilitätstechnologien und der Gestaltung des urbanen Raums darzustellen.

Kann Carsharing die Verkehrssituation in Städten verbessern? Eine umstrittene Studie geht derzeit davon aus, dass es sich nur um einen „Hype“ ohne tiefer gehende Effekte handelt. Doch die Betrachtung des Gesamtbildes zeigt, dass Carsharing durchaus Potential hat, wenn man es als einen Baustein im Mobilitäts-Ökosystem betrachtet.

Als Autos vor gut 100 Jahren begannen, in Städten zu fahren, gab es erst einmal Chaos. Damals teilten sich Fußgänger, Radfahrer, Pferde und Kutschen den Straßenraum, in den nun zusätzlich motorisierter Individualverkehr eindrang. Heute stehen wir kurz vor der Einführung von Flugtaxis in Städten – und es lohnt sich, aus der Vergangenheit zu lernen.